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Am 4. September 2021 startete in Bad Neuenahr-Ahrweiler das Ahrtalradio. Geplant war zunächst ein einmonatiges Programm, um Menschen vor Ort Informationen bei den Aufräum- und Wiederaufbauarbeiten zu vermitteln. Letztendlich sind aus den 4 Wochen 4 Monate geworden. In dieser Zeit hat das Ahrtalradio in den Nachrichten, Beiträgen, Moderationen und Interviews über Hilfsangebote, Aktionen und Erlebnisse der Menschen in der Flutregion berichtet. Das Team hat Hinweise der Hilfsorganisationen auf Sendung weitergegeben und Fake-News nachrecherchiert. Diese einmalige Zeit schließt das Ahrtalradio-Team im Endspurt mit einer HitpAHRade ab. Neben der beliebtesten Musik aus den vergangenen 50 Jahren gibt es darin sowohl einen starken Bezug zum Ahrtal, als auch kommen die Hörerschaft und das Team selbst zu Wort.

 

In der Zeit seit Sendestart hat das Ahrtalradio sein Sendegebiet kontinuierlich ausgebaut. Angefangen in Bad Neuenahr-Ahrweiler kamen während der Zeit weitere Frequenzen in Mayschoß, Dernau und Altenahr dazu. Zuletzt auch eine für die Ahrmündung. „Seit Mitte Dezember sind wir auch in der Region Sinzig / Remagen / Linz über UKW zu hören, dort ging das bisher nur übers Internet“, erläutert Christian Milling, Initiator des Ahrtalradios. „Dank der Unterstützung der Verbandsgemeindeverwaltung Linz am Rhein, die uns ermöglicht haben, kurzfristig noch eine Antenne am Kaiserbergstadion zu montieren, sind wir jetzt auch rund um die Ahr-Mündung auf UKW 107,7 MHz zu empfangen. Darüber möchten wir auch den Menschen vor Ort über die Weihnachts- und Neujahrstage ein lokales Radioprogramm bieten“.

 

Das Programm läuft zum 2. Januar 2022 aus, dann gilt die aktuelle Sendelizenz des Ahrtalradios nicht mehr. Der Sender ist von der Landesmedienanstalt als Veranstaltungsradio lizenziert, um das Ahrtal beim Wiederaufbau zu unterstützen. Das Team dankt der Medienaufsicht für diese besondere Sendemöglichkeit und freut sich sehr, ganze vier Monate im Ahrtal ehrenamtlich Programm gemacht zu haben.

 

„Wir haben im Ahrtal ganz besondere Radio-Momente erleben dürfen. Unsere Berichterstattung hat viel Zuspruch erfahren, durch Anrufe, Whatsapps, Mails – oder auch wenn Menschen einfach vorbeigekommen sind. Wir haben aus dem kleinen Studio in Heppingen mit großem Herzen gesendet und uns auch sehr willkommen und gebraucht gefühlt“, so Mit-Initiatorin Palina Milling. „Täglich bis zu 13 Stunden moderiertes Programm, mehrmals täglich aktualisierte Lokalnachrichten, Beiträge, Reportagen, Interviews, Veranstaltungstipps, Stellenmarktbörse, Pinnwand und wöchentliche Gottesdienstübertragungen – wir hoffen damit, etwas zum Informationsaustausch beigetragen zu haben. Jede unsere Sendeminute ist eine Verneigung vor dem, was die Menschen im Ahrtal dafür leisten, dass die Region wieder aufblüht. Wir bewundern den Mut und die Zuversicht der Ahrtalerinnen und Ahrtaler und freuen uns, für diese Zeit Teil der weAHRfamily gewesen zu sein.“

 

„Auch wenn diese schöne Radio-Zeit vorläufig zu Ende geht, sind wir sehr dankbar, dass wir das Ahrtalradio haben betreiben dürfen. Wir denken darüber nach, ob und wie wir uns um eine reguläre Lizenz für ein dauerhaftes Programm in der Region bewerben können“, erklärt Ahrtalradio-Mitbegründer Christian Milling. „Wir haben das Programm ehrenamtlich gemacht. Für einen dauerhaften Sendebetrieb müssten wir uns neu aufstellen und inhaltliche, wirtschaftliche und technische Strukturen schaffen, die dafür nötig sind“, ergänzt Palina Milling.